Geschichte und Kunst

Der geografische, unberührte Raum der Planargia wird durch das archäologische und künstlerische Erbe und durch die Bedeutung der Zivilisation und der Kulturen, die hier lange gelebt, diese kolonisiert und besiedelt haben, ergänzt. Eine lange Geschichte, von der heute noch die vorgeschichtlichen und sagenumwobenen Domus de Janus aus der Jungsteinzeit zeugen, aber auch die beeindruckenden nuraghischen Bauwerke, die beweisen, dass dieses Gebiet bereits in der Frühgeschichte und danach auch von den Phöniziern und Römern und im Mittelalter besiedelt und schließlich von Aragonern, Spaniern, Sabauden und am Ende von Italienern beherrscht wurde.

Viel scheint darauf hinzudeuten, dass es die Phönizier waren, die zuerst die Vorteile der geografischen Lage dieser Region genutzt haben, die sich durch einen befahrbaren Fluss und ein Hinterland auszeichnet, das reich an natürlichen Ressourcen ist. Auf sie geht auch die Gründung und der Name der Stadt Bosa, der historischen Hauptstadt der Region Planargia, zurück, deren Bestehen auch im römischen Zeitalter dokumentiert ist, als sich die Ortschaft selbst in der Nähe des Ortes links des Flussufers befand. Man kann dort heute noch die ehemalige Kathedrale San Pietro Extra Muros bewundern, die ab 1062 im romanisch-lombardischen Stil errichtet wurde.

Aufgrund der wiederholten Angriffe der Araber im 9. und 10. Jahrhundert wurde der Ort auf der anderen  (der rechten) Uferseite unterhalb der Malaspina-Burg neu errichtet. So entstand das mittelalterliche Stadtviertel Sa Costa.

Nach den Jahrhunderten der aragonischen und später spanischen Besetzung erlebte die Stadt dann im 18. und 19. Jahrhundert im sabaudischen Zeitalter eine neue kulturelle und wirtschaftliche Blütezeit. Durch den Ausbau der handwerklichen Tätigkeiten, beispielsweise im Bereich der Lederherstellung, aber auch der Gold- und Silberproduktion und des Schiffbaus (hier wurden unter anderem auch kleine Fischereifahrzeuge hergestellt) und des Korallenfangs sowie der Herstellung von Spitze und Filigranschmuck, erlebte der Ort eine kulturelle und künstlerische Renaissance.

Auf diese Epoche gehen auch die Gebäude von Sas Conzas (die Gerbereien) zurück, die seit 1979 als Monument der Industriearchäologie gelten, sowie die Kirche del Carmine und die Kathedrale Santa Maria im piemontesisch-barocken Stil, die alte Brücke (Ponte vecchio) und die Fassadenreihe (Palazzata) mit Blick auf die Temo-Promenade. Ebenfalls aus diesem historischen Zeitalter, aber in einem Baustil mit mehr Ornamenten, stammt das Viertel Sa Piatta mit Herrenhäusern aus dem 18. und 19. Jahrhundert mit vielförmigen barocken Friesen, Kapitellen, mit Basrelief dekorierten Architraven und den kleinen Balkonen mit schmiedeeisernen Geländern. Überall – und das gilt nicht nur für Bosa, sondern auch für die anderen Ortschaften der näheren Umgebung – ist das einheimische Gestein zu sehen: der rote Trachyt von Bosa.

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